People of Kolkata

Beitrag und Fotografie von Johannes Fenn

Menschen von Kalkutta
Kalkutta gilt als die ärmste Stadt Indiens. Man weiß nicht genau, ob dort 4 Millionen Menschen leben oder 14  Millionen. Wir hatten den Eindruck, für die meisten ist die Straße ihr Zuhause und das ganze Leben spielt sich auf der Straße ab.
2014 verbrachten wir eine Woche in Kalkutta, vorwiegend im Stadtteil rund um den Kalighat-Tempel und an der Howrah Bridge über den Hugli River.
Solange ich mich erinnern kann übte die Stadt einen geheimnisvollen Reiz auf mich aus. War es das bekannte Lied „Kalkutta liegt am Ganges“, das ich als Kind bei meinen Eltern immer hörte? Auf jeden Fall musste ich feststellen, dass Kalkutta nicht am Ganges liegt, und auch alle anderen Vorstellungen von der indischen Welt an der Wirklichkeit zerbrachen. Der erste Eindruck ist ein Schock, die Schwüle, die Gerüche, die Geräusche, das Chaos.  Ein Schock, der das Herz öffnen kann für die Menschen, die dort leben. Da wir wenig Ahnung hatten von den Kasten und uns auch nicht darum kümmern wollten, gingen wir auf alle Menschen zu und erlebten bewegende Begegnungen, besonders mit den Kindern.

Kinder vor dem Sterbehaus von Mutter Teresa im Kalighat-Bezirk

Der Blumenmarkt an der Howrah Bridge

Am Hugli River unter der Howrah Bridge

Rund um die Uhr werden die Leichen auf LKWs mit Trauergemeinde auf der Ladefläche am Krematorium angeliefert.