AHP2V, Baham, Kamerun

Fotografie von Franco Baroni

Vor 3 Wochen bin ich zusammen mit meinem Sohn nach Cameroun gereist. Meine Tochter lebt bereits seit 7 Monaten dort und absolviert in einem Center für Behinderte in Baham, die Association Humanitaire pour la Promotion des Personnes Vulnérables (AHP²V), ein Freiwilliges Soziale Jahr. Die Bewohner des Centers sind zwischen 7 und 26 Jahre alt und haben körperliche, oder geistige Behinderungen, oder sind einfach nur arm und haben keine Familien, die sich um sie sorgen können. Die AHP²V unterstützt die Menschen dort, ihr Leben in einer eigenständigen Wohngruppe zu gestalten, bietet die Möglichkeit der Schulbildung und Ausbildung, z.B. in der Möbelherstellung, im Atelier der Schneiderei, oder in der Perlenschmuck-Manufaktur.  Durch eine Art Enteignung des Grundstücks, auf dem sich das Center befindet und den nötigen Umzug und Neuaufbau, braucht die AHP²V Unterstützung.
Ich möchte jetzt gar nicht an euer Mitleid appellieren, denn ich habe die Bewohner als sehr tapfere und fleißige und absolut lebensbejahende Menschen kennen gelernt, die gerne lachen und tanzen und einen sehr mitreißenden Sinn für Humor haben. Jeder, egal mit welcher Behinderung, hat seine Aufgabe: Wer nicht laufen kann, der spült, andere hängen die Wäsche auf, oder kochen und jeder kümmert sich um den Anderen. Ich möchte euch die Möglichkeit geben, diese Chance zu nutzen, wie ich es getan habe und weiter tun werde. Wie lange habe ich nach einer echten „Adresse“ gesucht, wohin ich eine Spende schicken kann – ein bisschen von meinem Privileg, in das ich geboren wurde, zurück zu geben – ohne zu befürchten, dass ¾ meiner Spende in den Verwaltungsapparat fließt. Ich war dort, habe alles gesehen, mit meinen eigenen Augen und durch meinen Sucher. Habe verstanden, dass ich 20 Menschen auf dieser Welt ein Stück weit helfen kann, einfach nicht verloren zu gehen und ich möchte jeden ermutigen, der sich berührt und aufgefordert fühlt, sich mit mir in Verbindung zu setzen (franco@baroni.de) Ich leite euch gerne alle nötigen Kontaktdaten weiter…denn die Menschen, die ihr gleich seht, sind keine anonymen Gesichter aus irgendwelchen Spendenaufrufen…nicht mehr für mich!