Die Himba in Namibia

Fotografie von Johannes Fenn

Das Volk der Himba im Norden Namibias (etwa 7000 Menschen) lebt auch heute noch relativ unberührt von der europäischen Zivilisation. Erst nach 1900 entdeckte man, dass es dieses Volk überhaupt gibt. Sie bewahren ihre Tradition als Halbnormaden. Als Bekleidung dienen ihnen knappe Lendenschurze aus Kalbsleder und Fell. Mädchen tragen ihr Haar in langen, mit Perlenschnüren verzierten und ins Gesicht fallenden Fransen; Frauen präsentieren sich mit gedrehten und mit Ocker eingeriebenen Flechten. Besonders auffällig ist die fettige Creme, mit der sich Männer und Frauen einreiben. Sie verleiht ihnen eine rote Hautfarbe.
Im Januar 2014 verbrachte ich zwei Wochen in Namibia, um das Volk der Himba zu besuchen. Angeregt zu dem Projekt wurde ich durch Bilder der wegen ihrer Karriere im Nationalsozialismus umstrittenen Filmregisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl, die erstmals die Himba portraitierte und ihr Leben dokumentierte.
Meine Bilder sehe ich weniger als Reisefotografie (obwohl man natürlich auch nach mehrmaligen Besuchen bei den Stämmen nicht leugnen kann, dass man ein Tourist ist), sondern eher als Streetphotography, denn die Leute präsentieren sich während des Tages oft an den Straßen im Norden Namibias.